Generalisierte Angststörung in der modernen Gesellschaft: Warum immer mehr Menschen betroffen sind!

Generalisierte Angststörung in der modernen Gesellschaft: Warum immer mehr Menschen betroffen sind!

Von Benno Siegrist


Generalisierte Angststörung - In der heutigen schnelllebigen Welt, die ständig nach mehr Leistung, Produktivität und Anpassungsfähigkeit verlangt, fühlen sich viele Menschen oft überfordert. Der Druck, in persönlichen und beruflichen Aspekten des Lebens erfolgreich zu sein, kann enormen Stress erzeugen. In diesem Kontext gewinnen psychische Störungen wie die Generalisierte Angststörung (GAS) immer mehr an Bedeutung. Sie manifestiert sich in übermäßigen und anhaltenden Sorgen, die weit über die normale Alltagsangst* hinausgehen und das Leben stark beeinträchtigen können.

Die Generalisierte Angststörung ist mehr als nur ein Gefühl gelegentlicher Nervosität oder Besorgnis. Menschen mit dieser Erkrankung erleben ständige, fast unkontrollierbare Sorgen, die mit Symptomen wie Schlaflosigkeit, Konzentrationsproblemen und Muskelverspannungen einhergehen. Doch warum sind immer mehr Menschen betroffen? In einer Zeit, in der Informationen aus aller Welt in Echtzeit verfügbar sind und das soziale Leben zunehmend digitaler wird, ist die steigende Zahl der Betroffenen ein Zeichen dafür, dass die moderne Lebensweise neue Herausforderungen für unsere mentale Gesundheit mit sich bringt.

Dieser Artikel gibt Dir einen Überblick über das Thema, und lässt Dich tief in die Ursachen und Symptome der generalisierten Angststörung eintauchen. Außerdem erfährst Du, welche Maßnahmen Du ergreifen kannst, um das Risiko einer Erkrankung zu reduzieren. Und, wir geben Dir hilfreiche Tipps, wie Du am besten damit umgehen kannst, wenn Du von der Krankheit betroffen bist. All dies wird Dir dabei helfen, die Komplexität der generalisierten Angststörung besser zu verstehen und effektive Strategien zur Bewältigung zu finden.

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Was ist eine Generalisierte Angststörung?

Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist eine psychische Erkrankung, die durch übermäßige und anhaltende Sorgen gekennzeichnet ist. Diese Sorgen betreffen häufig alltägliche Dinge wie Arbeit, Finanzen, Gesundheit oder familiäre Angelegenheiten, sind jedoch übermäßig und schwer zu kontrollieren. Die ständigen Gedanken der Betroffenen kreisen um „Was-wäre-wenn“-Szenarien, die in ihrer Intensität und Dauer nicht in einem angemessenen Verhältnis zu den tatsächlichen Risiken oder Gefahren stehen.

Die Symptome der Generalisierten Angststörung sind vielfältig und können sowohl psychischer als auch körperlicher Natur sein. Zu den psychischen Symptomen gehören anhaltende Besorgnis, Nervosität, Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, Reizbarkeit und das Gefühl, ständig „auf dem Sprung“ zu sein. Die körperlichen Symptome umfassen häufig Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Magen-Darm-Beschwerden, Schweißausbrüche und Herzklopfen.

Diese Symptome sind so schwerwiegend, dass sie das tägliche Leben beeinträchtigen und die Fähigkeit einschränken, normale Aktivitäten wie Arbeit, soziale Interaktionen und persönliche Beziehungen zu bewältigen.

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Ursachen der GAS (Generalisierte Angststörung)

Die Ursachen der Generalisierten Angststörung (GAS) sind komplex und umfassen eine Mischung aus genetischen, biologischen, psychologischen und umweltbedingten Faktoren. Es gibt keine einzelne Ursache, die für die Entstehung von GAS verantwortlich ist. Stattdessen bewirkt ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren die entsprechende Erkrankung:

Genetik: Eine familiäre Vorbelastung kann das Risiko erhöhen.
Umwelt: Stressige Lebensereignisse wie Jobverlust oder persönliche Krisen können eine Rolle spielen.
Biologie: Veränderungen im Gehirn können die Art und Weise beeinflussen, wie Angst erlebt wird.
Persönlichkeitsmerkmale: Menschen, die zum Perfektionismus neigen oder wenig Selbstvertrauen haben, sind mitunter anfälliger.

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Warum steigt die Zahl der Betroffenen?

Die steigende Zahl der Menschen, die an der Generalisierten Angststörung (GAS) leiden, kann auf eine Vielzahl von Faktoren zurückgeführt werden, die eng mit den Veränderungen in unserer modernen Gesellschaft und Lebensweise verbunden sind. Hier sind die Hauptgründe, warum die Zahl der Betroffenen steigt:

1. Erhöhter Stress in der modernen Gesellschaft

Das Leben im 21. Jahrhundert ist von schnellem Wandel und hohen Anforderungen geprägt. Die moderne Arbeitswelt bringt längere Arbeitszeiten, erhöhte Leistungserwartungen und eine ständige Erreichbarkeit mit sich. Diese Faktoren tragen zu einem gesteigerten Stressniveau bei und können Menschen anfälliger für Angststörungen machen.

2. Generalisierte Angststörung durch Informationsüberflutung

In der digitalen Ära sind wir einer ständigen Flut von Informationen ausgesetzt, die uns rund um die Uhr erreichen. Nachrichten über Krisen, Konflikte und Katastrophen sind jederzeit verfügbar und können dazu führen, dass sich Menschen ständig bedroht fühlen. Die ständige Konfrontation mit negativen Informationen kann die Angst steigern und das Risiko für die Entwicklung von GAS erhöhen.

3. Soziale Medien und Vergleichsdruck

Die Nutzung sozialer Medien hat einen tiefgreifenden Einfluss auf das Selbstbild und die mentale Gesundheit. Das ständige Vergleichen mit anderen kann das Gefühl erzeugen, nicht gut genug zu sein oder nicht mithalten zu können. Dieser Vergleichsdruck kann zu gesteigerten Ängsten und Sorgen führen, die sich zu einer Generalisierten Angststörung entwickeln können.

4. Mangel an Entspannung und Erholung

In einer Gesellschaft, die immer auf der Suche nach Produktivität und Effizienz ist, bleibt wenig Zeit für Entspannung und Erholung. Viele Menschen nehmen sich nicht die Zeit, um sich ausreichend auszuruhen oder Aktivitäten nachzugehen, die Stress abbauen. Dieser ständige Druck und Mangel an Entspannung kann zu einem höheren Risiko für Angststörungen beitragen.

5. Wirtschaftliche Unsicherheit

Wirtschaftliche Unsicherheit, wie sie durch wirtschaftliche Abschwünge, steigende Lebenshaltungskosten und Arbeitslosigkeit verursacht wird, kann erheblichen Stress auslösen. Sorgen über die finanzielle Zukunft und die Unsicherheit des Arbeitsmarktes erhöhen das Risiko für die Entwicklung von Angststörungen.

6. Veränderter Lebensstil und Isolation

Die heutige Lebensweise kann auch zu sozialer Isolation führen. Immer mehr Menschen leben alleine, und die zwischenmenschlichen Beziehungen werden zunehmend virtuell. Die fehlende soziale Unterstützung kann dazu beitragen, dass Menschen anfälliger für psychische Störungen wie GAS werden.

7. Erhöhtes Bewusstsein und bessere Diagnose

Ein weiterer Grund für den Anstieg der Fallzahlen ist das erhöhte Bewusstsein für mentale Gesundheit. In den letzten Jahren wurde viel über psychische Erkrankungen aufgeklärt, und das Stigma um diese Themen ist zurückgegangen. Dadurch erkennen mehr Menschen ihre Symptome und suchen medizinische Hilfe, was zu einer höheren Anzahl diagnostizierter Fälle führt.

8. Veränderungen in der psychischen Gesundheit

Manche Experten vermuten, dass die steigende Zahl von Angststörungen auch auf eine echte Zunahme von psychischen Gesundheitsproblemen in der Gesellschaft zurückzuführen sein könnte. Dies könnte auf einen sich ändernden biologischen oder sozialen Kontext zurückzuführen sein.

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Umgang mit der GAS (Generalisierte Angststörung)

Der Umgang mit der Generalisierten Angststörung (GAS) kann eine Herausforderung sein, doch es gibt verschiedene Strategien und Behandlungsmöglichkeiten, die Betroffenen helfen können, ihre Symptome zu lindern und die Kontrolle über ihr Leben zurückzugewinnen. Hier sind einige Ansätze für den Umgang mit GAS:

1. Professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen

Ein wichtiger erster Schritt im Umgang mit Generalisierter Angststörung (GAS) ist, sich professionelle Hilfe zu suchen. Fachleute wie Psychologen oder Psychiater können eine genaue Diagnose stellen und einen maßgeschneiderten Behandlungsplan entwickeln. Dabei kann die Therapie von einer kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) bis hin zur medikamentösen Behandlung reichen. Die KVT zielt darauf ab, negative Denkmuster zu identifizieren und zu verändern. Medikamente wie SSRIs (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) können ebenfalls helfen, indem sie das chemische Gleichgewicht im Gehirn beeinflussen.

2. Achtsamkeitsübungen in den Alltag integrieren

Achtsamkeitsübungen wie Meditation, Yoga und Atemtechniken helfen, den Geist zu beruhigen und sich auf den Moment zu konzentrieren. Diese Techniken trainieren das Gehirn, sich auf die Gegenwart zu fokussieren und negative Gedankenschleifen zu durchbrechen. Bereits 10-15 Minuten täglich können signifikante Verbesserungen bringen.

3. Regelmäßige körperliche Aktivität

Sport setzt Endorphine frei, die das Wohlbefinden steigern und Stress abbauen. Bewegung hilft, die Spannung im Körper zu lösen, und trägt dazu bei, die Aufmerksamkeit von Sorgen abzulenken. Ob Joggen, Radfahren oder ein einfacher Spaziergang – regelmäßige Bewegung kann einen positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit* haben.

4. Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung kann sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Bestimmte Lebensmittel wie Omega-3-Fettsäuren, Vollkornprodukte und grünblättriges Gemüse können das Gehirn unterstützen und so helfen, die Symptome von Angststörungen zu lindern. Gleichzeitig sollte auf koffein- oder zuckerhaltige Lebensmittel verzichtet werden, die Angstzustände verschlimmern können.

5. Schlafhygiene

Ausreichend Schlaf ist entscheidend, da er dem Körper und Geist hilft, sich zu erholen. Eine gute Schlafhygiene umfasst das Einhalten regelmäßiger Schlafzeiten, das Vermeiden von Bildschirmen vor dem Schlafengehen und die Schaffung einer entspannenden Schlafumgebung.

6. Stressreduktion und Zeitmanagement

Ein gutes Zeitmanagement hilft dabei, Überforderung zu vermeiden. Das Planen und Priorisieren von Aufgaben sowie das Setzen realistischer Ziele reduzieren Stress und steigern das Gefühl der Kontrolle. Dabei hilft es, To-Do-Listen zu führen und auch Pausen einzuplanen.

7. Entspannungstechniken praktizieren

Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung oder autogenes Training können helfen, Spannungen im Körper abzubauen und den Geist zu beruhigen. Diese Methoden sind einfach zu erlernen und können in wenigen Minuten täglich praktiziert werden.

8. Soziale Unterstützung suchen

Soziale Unterstützung ist ein wesentlicher Bestandteil des Umgangs mit GAS. Der Austausch mit Freunden, Familie oder Selbsthilfegruppen kann entlastend sein und das Gefühl der Isolation verringern. Offene Gespräche können dazu beitragen, Sorgen zu teilen und Verständnis zu finden.

9. Bildung und Selbstaufklärung

Ein besseres Verständnis der Generalisierten Angststörung kann Ängste reduzieren. Das Lesen von Büchern oder wissenschaftlichen Artikeln über GAS hilft, die Störung zu verstehen und mit ihr besser umzugehen. Die Teilnahme an Workshops oder Online-Kursen kann ebenfalls hilfreich sein.

10. Akzeptanz entwickeln

Es ist wichtig, die eigene Situation zu akzeptieren und sich selbst Mitgefühl entgegenzubringen. Statt gegen die Angst anzukämpfen, ist es sinnvoll, sie als Teil des Lebens zu betrachten und Methoden zu entwickeln, um damit umzugehen. Die Akzeptanz der eigenen Gefühle kann ein erster Schritt sein, um effektive Bewältigungsstrategien zu finden.

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Abschließende Gedanken

Die Generalisierte Angststörung (GAS) ist eine komplexe und herausfordernde Erkrankung, die das Leben der Betroffenen erheblich beeinflussen kann. In unserer modernen Gesellschaft sind viele Faktoren, wie erhöhter Stress, Informationsüberflutung und soziale Medien, eng mit dem Anstieg der Fallzahlen verbunden. Doch obwohl GAS weit verbreitet ist und die Symptome oft schwer zu ertragen sind, gibt es Wege, mit der Störung umzugehen und das eigene Wohlbefinden zu verbessern.

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist es, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Psychotherapie, insbesondere die kognitive Verhaltenstherapie* (KVT), und medikamentöse Behandlungen bieten wissenschaftlich fundierte Ansätze zur Linderung der Symptome. Darüber hinaus können Achtsamkeitsübungen, regelmäßige körperliche Aktivität und eine gesunde Ernährung den Umgang mit Angst erleichtern und das allgemeine Wohlbefinden steigern.

Ein effektives Zeitmanagement und der bewusste Umgang mit Stress sind weitere Schlüssel, um Überforderung zu vermeiden und die Kontrolle über das eigene Leben zurückzugewinnen. Entspannungstechniken und ausreichender Schlaf sind ebenso wichtig, um den Körper zu regenerieren und die psychische Gesundheit zu fördern.

Soziale Unterstützung durch Freunde, Familie oder Selbsthilfegruppen spielt eine wichtige Rolle bei der Bewältigung von GAS. Der Austausch mit anderen kann entlastend wirken und das Gefühl von Isolation mindern. Die Auseinandersetzung mit dem Thema, sei es durch Bücher, Artikel oder Workshops, hilft dabei, die Störung besser zu verstehen und die Angst zu entmystifizieren.

Letztendlich ist die Akzeptanz der eigenen Situation entscheidend. Anstatt gegen die Angst anzukämpfen, ist es wichtig, sie als Teil des Lebens zu akzeptieren und Methoden zu entwickeln, um mit ihr umzugehen. Mit Geduld, Unterstützung und den richtigen Strategien ist es möglich, die Kontrolle zurückzugewinnen und ein erfüllteres Leben zu führen.

Die Bewältigung der Generalisierten Angststörung ist ein fortlaufender Prozess, der Engagement und Durchhaltevermögen erfordert. Doch mit dem richtigen Wissen und der richtigen Unterstützung können Betroffene lernen, ihre Angst zu bewältigen und ihren Alltag wieder zu genießen.

Zum Autor

Ausgebildet und geprägt durch intensive Jahrzehnte der Berufs- und Lebenserfahrung, kennt Benno Siegrist die verschiedensten Muster und Aspekte der menschlichen Persönlichkeit. In diversen Artikeln, Workshops und Kursen gibt er seine immens hilfreichen Kenntnisse und Erfahrungen an ein breites Publikum weiter. Über uns...

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